13. November 2011

Bücher, die nach krossem Speck duften


Egal ob Kindel, iPad oder der neue E-Book-Reader von Weltbild. Eines ist bei allen digitalen Büchern gleich: ihnen fehlt das Echte, das Wahre, das Einzigartige, was für „old-fashioned“ Leseratten nun einmal dazugehört: anfassen und riechen. Nahezu süchtig kann der Geruch machen, wenn ein frisch gedrucktes Exemplar zum Daumenkino avanciert. Zumindest dieses Problem soll nun gelöst sein, mit dem originalen Buchgeruch aus der Dose. Der Hersteller wirbt mit den verschiedensten Gerüchen. Immer dabei, eine entsprechende Warnung. Der klassisch-muffige Geruch soll nichts für Allergiker sein, oder wenn das Niesen drei Wochen anhält. Bücher mit einem Parfum von krossem Speck – nichts für Veganer. Auch Katzenliebhaber kommen nicht zu kurz: Mit der Dose entstehe das Gefühl, dass „Mr. Puss“ zurück ist. Vorsicht jedoch in der Nähe von Katern. Mit einem extra Geruch für Frauen, nach Veilchen, Pferden und Potpourri, soll der Eindruck entstehen, dass der Leser in einem Jane Austen Roman lebt. Nix für Krimi- und Action-Fans. Letztendlich der Geruch nach einem frisch gedruckten Buch. Versehen mit der Warnung, dass Kleber-schnüffeln zu Schwindelanfällen führen kann. Alles nur ein Gag? Oder doch die Zukunft des E-Books? Bis jetzt ist mir eines klar: Für die Preise kann ich mir auch ein neues Buch leisten.

Keine Kommentare: